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ein Jahr mit dem Winzer - Weingut Gilda Moll

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ein Jahr mit dem Winzer

Weingut

Die ausschlaggebende Arbeit im Weinberg übernimmt die Natur; welche manchmal leider sehr launisch sein kann und uns dadurch oft Mehrarbeit verschafft. Aber ohne unsere tatkräftige Mithilfe, würden wir wohl kaum Weine in solch hoher Qualität erzielen. Statistisch gesehen muß jeder einzelne Rebstock innerhalb eines Jahres ca. 17mal besucht, bearbeitet und gepflegt werden. Der folgende Beitrag bietet einen kurzen Einblick in unsere Arbeit:


Januar/Februar/März


Der Rebschnitt: Der neue Weinjahrgang beginnt ab Januar; also bereits vor dem Austrieb im Frühjahr mit dem sogenannten "Rebschnitt". Die Rebe ist ein Lianengewächs, welches rankenartig nach oben wächst. Jährlich werden neue Triebe gebildet. Da sich diese neuen Triebe gegenseitig im Wachstum behindern würden, entfernen wir das alte Holz. Die Zahl der "Fruchtruten" wird je nach Rebsorte bestimmt. Eine geringe Anzahl an solchen Fruchtruten ergibt oftmals einen hochwertigeren Wein, da die wertvollen Inhaltsstoffe sich auf wenige Trauben konzentrieren können. Der Rebschnitt ist im Prinzip eine Ertragssteuerung zu Gunsten der Qualität und wird von uns noch in traditioneller "Handarbeit" erledigt, für die wir oft viele Wochen benötigen. Bei einer einzelnen "Fruchtrute" bleibt ein Restrisiko, daß diese wetterbedingt verletzt und somit beschädigt werden kann (z. B. durch Spätfrost). In einigen Fällen wird aus diesem Grund die zweite "Fruchtrute" zu einem späterern Zeitpunkt entfernt. Wir müssen aber auch hier beachten, daß die neuen Ertragsruten ca. 40 cm über der Bodenoberfläche aus einer Vorjahresrebe möglichst stammnah gewachsen sind. Dies ist deshalb so wichtig, damit die Stammhöhe konstant gehalten werden kann und die heranwachsenden Reben innerhalb des Drahtrahmens gestützt und somit optimal gedeihen können.  Das alte Rebholz verbleibt im Weinberg und dienst kleingehäckselt als organischer Dünger und sorgt zusätzlich für eine Bodenlockerung.


März/April


Biegen und Anbinden der Reben: Im März und April, wenn die Reben anfangen zu "bluten" (so nennt man den Saftaustritt an den Schnittwunden), biegen wir die Fruchtruten vorsichtig nach unten und binden diese fest. Vorzugsweise erledigen wir diese Arbeit bei höherer Luftfeuchtigkeit (z. B. bei Nebel, Nieselregen, usw.); denn dadurch reduziert sich das Risiko, daß die "Fruchtrute" ungewollt bricht. Eine gleichmäßige Verteilung der Triebe ist das Resultat des "Ruten-Biegens". Wir sprechen hier von der sogenannten "Rebenerziehung" und der "Bogrebe". Unterhalb der Biegestelle ensteht in der gebogenen Rebe ein Saftstau. Das bedeutet, daß alle Knospen an der Rute gleichmäßig mit Saft versorgt werden und somit später eine gleichmäßige Reife erlangen.

Flaschenabfüllung: Zuerst spülen wir die sterilen und leeren Flaschen nochmals aus, bevor der fein filtrierte Wein über den Füllbehälter der Abfüllanlage in die Flaschen gegossen wird. Anschließend laufen die nun befüllten Flaschen auf dem Förderband zur Korkmaschine, werden dort mit einem hochwertigen Korken geschlossen und können nun entnommen werden. Die Weinflaschen lagern wir in Gitterboxen und kommen dann in unser Weinlager. Von jeder Weinabfüllung werden Flaschen zur Kontrolle im Weinlabor abgegeben. Erst nach Prüfung und Freigabe durch diese Fachleute, erhalten wir die amtliche Prüfnummer (A.P.Nr.) und der Wein darf in den Verkauf. Der Wein braucht aber noch Zeit um zu ruhen und die nötige Reife zu erlangen. Während dieser Zeit bereiten wir die Gestaltung der Etiketten vor, drucken diese und später erfolgt die Etikettierung der Flaschen mit Hilfe unserer Etikettiermaschine.

Mai

Bodenbearbeitung: Ab Mai lockern wir den Boden jeder 2. Rebzeile mit verschiedenen Arbeitsgeräten wie Fräse und Kreiselegge mechanisch auf, damit das Regenwasser besser in den Boden eindringen kann u. das natürliche Bodenleben angeregt wird.  In die übrigen Rebzeilen werden Begrünungspflanzen eingesät. Dadurch können wir auch die Qualität der Trauben beeinflussen und bieten außerdem vielen Nützlingen entsprechenden Lebensraum. Diese Grünflächen benötigen ebenfalls Regenwasser und wir mulchen (mähen) regelmäßig je nach Wetterlage die Gräser, damit der Rebstock nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser bekommt. Auch das abgemähte Gras verbleibt im Weinberg und dient als Humus.

Ausbrechen der Triebe: Ab Mitte Mai beginnen wir mit dem Ausbrechen der unteren Stammtriebe. Auf dem Rebbogen wachsende Doppeltriebe entfernen wir vorsichtig mit der Hand. Somit können sich diese Einzeltriebe optimal entwickeln.

Pflanzenschutz/Düngung: Ende April/Anfang Mai kommt es zum Austrieb. Nun beginnt die Phase des Pflanzenschutzes. Unser Motto: "so wenig wie möglich, so viel wie nötig". Durch gezielte Auswahl z. B. bei der Rebveredelung (Pfropfung einer Rebsorte auf geeigneter Unterlage) achten wir auf gesundes Pflanzgut und vermeiden somit spätere Krankheiten und Schäden.  Die tierischen Schädlinge des Rebstockes bekämpfen wir mit "Pheromon-Dispenser". Diese bringen wir flächendeckend und unmittelbar an den Reben an. Die Dispenser sondern monatelang Duftstoffe des Traubenwickler-Weibchens ab und verwirren die Männchen. Somit verhindern wir eine Befruchtung, spätere Eiablage und Schädigung des Weinbergs.

Straußwirtschaft: An den Wochenenden und Feiertagen öffnen wir unsere Straußwirtschaft für Sie. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr verwöhnen wir Sie mit selbstgebackenen Kuchen/Torten und typisch "Pfälzer Gerichten".


Juni/Juli/August


Während und nach der Blüte:
Während der Blüte (Ende Juni) sollten die Reben möglichst ihre Ruhe haben. Die Zeit der Selbstbefruchtung beim Wein sollte von kurzer Dauer sein, um eine Verrieselung oder das Verblühen ohne Befruchtung, zu vermeiden. Läuft die Befruchtung schlecht, kann die Erntemenge stark eingeschränkt sein. Nach erfolgreicher Blüte schneiden wir evtl. schon Fruchtansätze weg, um eine Ertragsminderung und damit besonders gute Qualität zu erzielen. Die heranwachsenden Triebe aus dem Rebbogen flechten wir mehrfach in den nächsten Wochen je nach Wachstum in die Drahtrahmen vorsichtig ein. Sie sind somit besser vor Windbruch geschützt. Während dieser Einflechtung entfernen wir nachgewachsene Doppeltriebe und Geiztriebe (spät nachwachsende Trauben) und verhindern somit eine Verdichtung der Laubwand, sorgen für eine gute Belüftung sowie genügend Sonneneinstrahlung der Trauben.

Teilentblätterung der Traubenzone: Nach der Blüte beginnen wir mit der Entblätterung der Traubenzone. Dadurch werden die Trauben ausreichend mit Sonne versorgt und in den Beeren kommt es unter der Beerenschale zur Bildung wertvoller Aroma-, Farb- und Gerbstoffe. Außerdem verbessert diese Arbeitsmaßnahme die Abtrocknung sowie die Belüftung der Trauben.

Ausdünnen der Trauben: Das Ausdünnen dient als Maßnahme zur Traubenreduzierung und vermeidet eine Überlastung des Rebstockes. Je nach gewünschtem Weintyp werden mehr oder weniger Trauben von den Rebstöcken entfernt. Durch das "halbieren" der Trauben (ca. die Hälfte des unteren Traubenbehangs schneiden wir vorsichtig ab) können sich die Trauben lockerbeerig entwickeln und vermeiden somit Pilzbefall und gegenseitiges Abdrücken der Beeren.

Die Trauben werden "weich": Ende August/Anfang September werden die Trauben "weich". Von nun an beeinflußt die Witterung im verstärkten Maße die Entwicklung der Trauben, die Qualität und das Mostgewicht.

September/Oktober

Die Weinlese: Im September (ca. 100 Tage nach der Rebblüte) ist es dann endlich soweit: Die Früchte der Arbeit können geernet bzw. gelesen werden.  Die Fruchtsäure reduziert sich täglich und die Fruchtsüße nimmt deutlich zu. Nun sind ständige Reifekontrollen im Weinberg erfoderlich. Wir kontrollieren mittels eines Refraktometers das zu erwartende Mostgewicht in den Trauben; außerdem messen wir ihren PH-Wert. Abhängig von diesen Messergebnissen und dem zu erwartenden Wetter legen wir den Zeitpunkt des Lesebeginns fest. Die Lese kann sich bis zu sechs Wochen hinziehen. Die Trauben lesen wir mit Hilfe von Vollerntern durch Klopfen und Rütteln am Rebstock.  Zuvor lesen wir in mühevoller Handarbeit nicht optimal gewachsene Trauben aus, die sogenannte "Negativlese". Durch den Einsatz hochmoderner Maschinen ist es möglich unsere Trauben zum optimalen Zeitpunkt zu ernten. Weiße Trauben früh morgens und Rote in den warmen Mittagsstunden. Nach der Traubenlese sind alle Arbeiten im Weinberg vorerst erledigt. Die Reste der ausgepressten Trauben (Trester) verteilen wir in den Weinbergen als "organischen Dünger".

Straußwirtschaft:
Nun bieten wir Ihnen an unserem urigen Wein-Probierstand "Zwiebelkuchen und Neuen Wein". Samstag, Sonn- und Feiertag ab 12 Uhr dürfen Sie sich gerne ein Winzersteak oder ein Schnitzel mit Bratkartoffeln in unserer Straußwirtschaft gönnen.  

Keller: Der Rebensaft benötigt nun ständige Kontrollen und Kostproben im Keller. Schonenste Weiterverarbeitung ist nun enorm wichtig. Das bedeutet, daß die geernteten Beeren in unserem Kelterhaus sanft gepresst werden. Der frische und süße Saft der Trauben läuft von der Weinpresse und vergärt anschließend temperaturkontrolliert in unseren Gärtanks.

November/Dezember

Nun hat sich der Weinberg eine kleine Erholungspause verdient. Die Blätter fallen nach und nach ab (diese verbleiben als Humus im Weinberg u. somit schließt sich der Kreislauf der Natur) und meist deckt der Schnee die Weinberg zu. Mit klarem Himmel und Sonnenschein oftmals eine Augenweide!

 
 
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